InterSystems Caché Case Study:

Bahnbrechende Anwendung nutzt die hohe Leistungsfähigkeit und den geringen Ressourcenbedarf von InterSystems Caché, um Gemeinden darin zu unterstützen, Energie einzusparen

EcoVisionDas effiziente Management von Energie- und Wasserresourcen gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit.

Wasserknappheit ist bereits ein ernstzunehmendes Thema und man schätzt, dass der Energiebedarf Australiens bis zum Jahr 2020 voraussichtlich um 50 Prozent steigen wird. Die in Queensland ansässige EcoVision bietet integrierte Ressourcenmanagementlösungen, mit denen der Verbraucher Geld spart und die Umwelt von zusätzlichen Belastungen verschont bleibt.

Die Lösung von EcoVision bietet direkt im Haus einen innovativen Touchscreen als Bedienoberfläche. Dadurch wird das Bewusstsein der Verbraucher bezüglich ihres Ressourcenbedarfs geschärft und Nutzer oder Bewohner eines Gebäudes in die Lage versetzt ihre Umweltbilanz zu verbessern. Indem Energie- und Wasserverbrauch grafisch dargestellt und Verbrauchsstellen automatisch gesteuert werden, unterstützt EcoVision Hausbesitzer darin, in Zeiten teurer und knapper Ressourcen Kosten zu sparen.

 

  • Geringer Ressourcenbedarf
  • Echzeitverarbeitung von riesigen Datenmengen
  • Offene Schnittstellen nutzen sichere Web Services

 

Die Informationen, die EcoVision liefert, versetzen die Bewohner in die Lage, ja ermutigen sie geradezu, sich eigene Energiesparziele zu setzen und dann ihr Konsumverhalten so zu verändern, dass es dem gewünschten Lebensstil entspricht. Der Nutzen einer Energiesparmaßnahme - zum Beispiel der Austausch von Leuchten oder Geräten - kann sofort verifiziert werden.


“Die Architektur der Speicherstruktur von Caché und die Fähigkeit, auf dieselben Daten direkt als ein Objekt oder per SQL zuzugreifen, machte diese Anwendung erst möglich.”

 

EcoVision wurde 2005 von den aus Gold Coast, Australien stammenden Ingenieuren Rick Maddox und Steve Miller gegründet. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Produkte zu schaffen, die heute schon eine hohe Relevanz haben, gleichzeitig aber flexibel genug sind, um an zukünftige Technologien und Anforderungen seitens neuer Märkte angepasst werden zu können.

2006 erhielt das Unternehmen seinen ersten großen Auftrag von Landmatters, dem Bauträger des Ecovillage in Currumbin, zur Installation von in Echtzeit arbeitenden Überwachungssystemen für den Strom- und Wasserverbrauch in 144 neuen Gebäuden. Inzwischen stehen die Einwohner von Ecovillage im täglichen Dialog mit EcoVision, um ihren Energie- und Wasserverbrauch zu überprüfen und ihre Fortschritte bezüglich der selbst gesteckten Ziele zu kontrollieren. Einige Bewohner stellen sogar erfolgreich unter Beweis, dass eine Energieabgabe ins Netz über den Energieverbrauch hinaus möglich ist.

Im August 2008 wurde EcoVision von der an der australischen Börse notierten Pacific Environment Limited übernommen.

EcoVision case study

Seitdem konnte sich EcoVision eine Reihe von Auträgen sowohl für privat als auch gewerblich genutzte Immobilien sichern. Die Entscheidung für InterSystems Caché® als Datenbank und schnelle Entwicklungsumgebung seitens des Unternehmens fiel aufgrund der modernen Technologie, die große Datenvolumen aufnehmen kann und schnelle Verarbeitungszeiten bietet.

Weitere Vorteile waren, dass Caché einfach anzubinden ist, einen geringen Ressourcenbedarf hat und einen robusten Betrieb gewährleistet. EcoVision nutzt exzessiv Cachés Fähigkeit, gleichzeitig sowohl Objekt- als auch SQL-Zugriff zuzulassen. Objekte werden nativ für die in Echtzeit stattfindende Mustererkennung verwendet, während der Zugang per SQL für die Anzeige von Daten oder zur Anbindung an Remote-Daten-Quellen über Web Services genutzt wird.

"Die Architektur der Speicherstruktur von Caché und die Fähigkeit, auf dieselben Daten direkt als ein Objekt oder per SQL zuzugreifen, machte diese Anwendung erst möglich", sagte Miller. "EcoVision nutzt Web Services zur Kommunikation zwischen den verschiedenen Modulen, dessen Dienste technisch durch eine SQL View oder eine SQL-Abfrage unterstützt werden. Die SQL-Funktionalität von Caché ermöglicht uns die Modularisierung dieser Komponenten. So konnten wir uns dafür entscheiden, die Benutzerschnittstelle nach .NET zu portieren, anstatt beispielsweise Flash zu verwenden, ohne den Rest der Anwendung umprogrammieren zu müssen." Der geringe Ressourcenbedarf von Caché war essenziell, um die Kosten für die EcoVision Touchscreen-Geräte so gering wie möglich zu halten. Eine ebenso große Rolle spielte in puncto Minimierung der Wartungskosten die bewährte Robustheit.

"Im Grunde haben wir Technologie in Industriequalität in den Häusern eingesetzt", sagte Miller. "Den Support mussten wir nur ein einziges Mal kontaktieren, als es aufgrund eines Stromausfalls zu Problemen kam - und selbst da handelte es sich nicht um Softwarefehler, sondern um Hardwareprobleme."

Verbraucherdaten ganzer Gemeinden erfassen

Cachés Fähigkeit, in kurzer Zeit riesige Datenvolumen zu verarbeiten und in Echtzeit zu analysieren, erlaubt es EcoVision, sich mit einer praktisch unbegrenzten Anzahl von Verbrauchszählern, Sensoren und Steuerelementen in einem Haus zu verbinden und diese zu managen. Individuelle EcoVision-Systeme können auch durch Breitbandnetze miteinander verbunden werden, um detaillierte Verbrauchsdaten ganzer Gemeinden zu sammeln.

"Dank unserer innovativen und hochflexiblen Architektur kann EcoVision Initiativen für intelligente Stromnetze unterstützen, deren Ziel die verstärkte Kooperation zwischen Angebots- und Nachfrageseite ist", sagte Miller.

Die Objektdatenbankfunktionen von Caché erlauben es, EcoVision-Mustererkennung in sehr großen Reihen aggregierter Daten einer virtuellen oder realen Stadt in Echtzeit durchzuführen. "Die Datenbank Caché ist außergewöhnlich leistungsfähig und in der Lage, sehr große Datenvolumen schnell und zuverlässig zu verarbeiten", erklärte Miller. "Wir sammeln Daten tausender Häuser und von zahlreichen Quellen innerhalb jedes Hauses. Objektdatenbankzugriff ist zwingend notwendig, um die zahlreichen Messwerte in Echtzeit verarbeiten zu können."


“Die Datenbank Caché ist außergewöhnlich leistungsstark und kann sehr große Datenvolumen schnell und zuverlässig verarbeiten”

– Steve Miller
Co-founder, EcoVision

Die seitens des Unternehmens gebotenen Möglichkeiten zur Nachfragesteuerung werden gerade im Lochiel Park-Projekt der südaustralischen Regierung erprobt. Anwohner können sich dort, im Gegenzug für einen günstigeren Strompreis, für einen von drei Tarifen, entscheiden, die Grenzen bei den Lastspitzen festlegen. Ab dem Moment der Registrierung beobachtet EcoVision die Muster bei den Lastspitzen und schaltet gegebenenfalls weniger wichtige Verbrauchsquellen wie beispielsweise Schwimmbadpumpen, Klimaanlagen, Geschirrspüler oder Waschmaschinen gemäß einer vom Hausbesitzer festgelegten Prioritätenliste ab, um innerhalb des gewählten Grenzwertes zu bleiben. Die Versorgung notwendiger Verbrauchsstellen wie Licht oder Steckdosen bleibt von den Maßnahmen unberührt.

Durch die zukünftig einfachere Kooperation auf der Nachfrageseite unterstützt EcoVision die Minimierung von Spitzenverbrauchswerten und ermöglicht es Stromversorgern, den steigenden Strombedarf mit erneuerbaren Energieressourcen zu decken, anstatt neue fossile Kraftwerke zu bauen. "In Queensland verzeichnen wir ein massives Bevölkerungswachstum und es ist schwierig, diese neuen Städte ohne neue Stromquellen zu versorgen", sagte Miller. "Bei EcoVision handelt es sich um eine bahnbrechende Anwendung, die sehr gut im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien wie beispielsweise Windparks funktioniert. Auf diese Art können deren natürliche Leistungsschwankungen optimal kompensiert werden. Wenn aber die Bereitstellung von Energie nicht mit einem Nachfragemanagement koordiniert wird, wird es nicht möglich sein, neuen Bedarf durch erneuerbare Energien zu decken."